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29. Mai 2018

BDEW arbeitet an neuen bundeseinheitlichen TAB

Damit die neuen Regelungen zur VDE AR N 4105 in Kraft treten können, müssen Sie vorab durch die EU notifiziert werden. Üblicherweise dauert dies drei Monate, vorbehaltlich von Hemmnissen zur Notifizierung. Experten gehen vom Inkrafttreten im August aus.

In den TAB werden auch die Regelungen zur AR N 4100 eine wichtige Rolle spielen. Beschrieben werden durch die Zusammenführung verschiedener Richtlinien vor allem Kundenanlagen im Niederspannungsnetz. Ein Berufungsverfahren dazu läuft noch bis Ende Juni. Unter Berücksichtigung der wiederum erforderlichen Notifizierung könnte es bis Oktober dauern, mit dem Inkrafttreten. Verzögerungen sind möglich.

Mit Bezug auf die konkrete technische Ausgestaltung von Kunden- und Erzeugungsanlagen  verweist der Entwurf des BDEW Musterwortlauts zur TAB auf VDE-AR-N 4100 bzw. 4105.

Was getan werden könnte, ist z.B. die zeitnahe Einführung einer Anmeldungspflicht für Ladeeinrichtungen mit höherer Bemessungsleistung als 3,6 kVA sowie eine ergänzende Zustimmungspflicht des Netzbetreibers bei Anschluss einer oder mehrerer Ladeeinrichtungen an einem Netzanschluss mit einer (Summen-)Bemessungsleistung von mehr als 12 kVA vorzusehen, die bislang im aktuellen Bundesmusterwortlaut TAB 2007, Ausgabe 2011, noch nicht enthalten ist.

Eine offizielle Formulierung könnte lt. BDEW lauten wie folgt: „Der Anschluss und die Errichtung von Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge mit Bemessungsleistungen ≥ 3,6 kVA sind beim Netzbetreiber anzumelden. Der Anschluss und die Errichtung von Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge, deren Summen-Bemessungsleistung 12 kVA je Kundenanlage überschreitet, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Netzbetreibers.“

 

28. Mai 2018

EEG-Umlagenreduzierung für KWK-Anlagen wieder wahrscheinlich

BMWi und EU- GD Wettbewerb erzielen grundsätzliche Einigung

In einem jüngsten Gespräch zwischen Bundeswirtschaftsminister Altmaier und der Wettbewerbskomissarin Margrethe Vestager wurde vor allem auch die Frage der EEG-Eigenversorgung für KWK-Neuanlagen (Anlagen ab August 2014) erörtert. Dieser energiespezifische Sachverhalt war im Dezember letzten Jahres noch nicht entscheidungsreif gewesen, so dass nun eine zügige Klärung notwendig war, um für die betroffenen Unternehmen Rechtssicherheit zu erhalten. Konkret wurde gestern – vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung und Entscheidung durch die EU-Kommission – folgende Grundsatzeinigung erzielt:

  • KWK-Neuanlagen mit einer Größe unter 1 MW sowie über 10 MW zahlen auch künftig nur 40 Prozent der EEG-Umlage.
  • Auch alle KWK-Neuanlagen in der stromintensiven Industrie zahlen 40 Prozent der EEG-Umlage.
  • Für die übrigen KWK-Neuanlagen bleibt es bei 40 Prozent EEG-Umlage, sofern die Anlagen weniger als 3.500 Vollbenutzungsstunden im Jahr laufen. Bei Anlagen mit höherer Auslastung steigt die durchschnittliche Umlage kontinuierlich an. Betrachtet man den gesamten Eigenverbrauch, gelten bei mehr als 7.000 Vollbenutzungsstunden dann 100 Prozent.
  • Für KWK-Neuanlagen, die zwischen dem 1. August 2014 und Ende 2017 errichtet wurden, gilt eine abgestufte Übergangsregelung bis 2019 bzw. 2020.

Zudem gilt eine Rückwirkung der Einigung zum 1.1.2018. Vermutlich wird es nach der endgültigen Einigung, die im Spätsommer zu erwarten ist, zu einer Rückabwicklung bereits gezahlter Abschläge auf die Umlage kommen. (Quelle: BMWi)